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Archiv 50'000 Fotos ziehen um

In den 1960er-Jahren erhielt das Museum für Kommunikation in Bern einen Nachlass von rund 50'000 Fotografien, Dias und Glasplatten von der Engadiner Druckerei (Engadin Press). Nun wurden diese Dokumente der Fotostiftung Graubünden übergeben.

Eine Pferde-Postkutsche zwischen Samedan und Bever, das Hotel Castell in Zuoz mit Freibad und eine Gruppe Alpinisten neben einer Spalte auf dem Morteratschgletscher – all diese Motive, natürlich in Schwarz-Weiss, gehören zum Nachlass der Familie Tanner.

Vor gut 60 Jahren übergab ein Nachlassverwalter, vermutlich der Familie Tanner, dem Museum für Kommunikation in Bern (damals noch Schweizerisches PTT-Museum) einen Schatz mit rund 50 000 Objekten.

Fotos aus dem Nachlass der Familie Tanner

Über viele Jahre wurde dieser Nachlass zusammen mit einer halben Million anderen Objekten einfach im Magazin des Museums deponiert. Die Sammlung passe nicht wirklich zu ihrer Sammlung und deshalb hätten sie den Entschluss gefasst, sie zurück nach Graubünden geben wollen, so die Direktorin des Museums, Jacqueline Strauss. Für die Fotostiftung Graubünden ein Glücksfall.

Eine gut organisierte Reise

10'000 Porträts, 3'000 Postkarten, 30'000 Landschafts- und Tierfotografien und 3'000 gerollte Filme können nicht einfach in einen Kasten gepackt und zur Post gebracht werden. Pascal Werner, der Direktor der Fotostiftung Graubünden, reiste mehrmals nach Bern um einzuschätzen, wie viele Kisten benötigt werden und wie alles professionell verpackt werden kann, ohne dass es zu Schäden kommt.

Doch wer nun glaubt, die Arbeit sei damit getan, der irrt. In Chur wurde die Arbeit an der Visualisierung, Katalogisierung und Digitalisierung fortgesetzt. Und in Bern finden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder eine Postkarte oder ein Foto, das zum Nachlass der Engadiner Druckerei gehört. All das wird in einer Kiste gesammelt und von Zeit zu Zeit nach Chur weitergeleitet

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