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Das ESAF 2025 in Zahlen
Über 5000 Liter Schnaps, fast eine halbe Million Würste und 700 Toiletten – das Eidgenössische Schwingfest ist ein Ereignis der Superlative. Zum ersten Mal in seiner 130-jährigen Geschichte findet das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest ESAF im Kanton Glarus statt. 350'000 Personen werden vom 29. bis 31. August 2025 erwartet – in einem Kanton mit fast zehnmal weniger Einwohnern.
Nach fünf Jahren Arbeit sind die sieben Sägeringe für die 274 Schwinger bereit. Das Organisationskomitee wurde auf fast 200 Personen erweitert, Tausende helfen freiwillig mit. Denn die Liste der Aufgaben ist endlos – 1380 Seiten umfasst die gesamte Planung. Auch für die Gastronomie rechnen die Verantwortlichen mit immensen Zahlen: 270'000 Liter Bier, 24'000 Liter Wein, 5'400 Liter Schnaps, 450'000 Würste, vier Tonnen Schwarzbrot und 125'000 Cafés.
182 Tonnen Holz für «Muni Max»
Schon jetzt berühmt ist der Holzstier Max – 20 Meter hoch, 30 Meter lang und 182 Tonnen schwer. Über 500 Auszubildende von 220 Holzbauunternehmen haben die Skulptur aus 1'200 Kubikmetern Schweizer Holz geschaffen.
Das Team Graubünden mit viel Erfahrung und jungen Talenten
Der Schwingerverband Nordostschweiz hat insgesamt 67 Athleten und fünf Ersatzathleten nominiert – darunter auch fünf Bündner. Das Team verkörpert die Kombination aus Erfahrung und junger Motivation. Mit Orlik als zentraler Figur und zwei Schwingern, die ihr Debüt geben, stehen die Chancen gut, dass Graubünden in Mollis eine gute Figur abgeben kann.
Armon Orlik (Maienfeld)
Der bekannteste Name im Bündner Schwingsport: Orlik ist Teamleader und tritt zum fünften Mal bei einem Eidgenössischen Schwingfest an. Der Schwinger aus Maienfeld ist einer der grossen Favoriten auf den Titel «Schwingerkönig». Neun Jahre nach seinem Finalkampf in Estavayer will er dieses Mal den Titel holen. Mit einer soliden Saison mit sieben Kränzen ist er bereit für Mollis.
Christian Biäsch (Davos-Sertig)
Biäsch hat die beste Saison seiner Karriere hinter sich. Mit fünf Kränzen und starken Leistungen hat er gezeigt, dass er einer der stärksten Schwinger des Kantons ist. Seine Anwesenheit in Mollis ist verdient und motivierend, es ist das vierte Eidgenössische Fest für den 29-Jährigen.
Marc Jörger (Domat/Ems)
Der Rätoromane im Team. Mit nur einem Kranz in dieser Saison ist seine Nominierung eine kleine Überraschung. Doch mit seiner grossen Routine – 31 Jahre und zwei Teilnahmen an den Eidgenössischen Titelkämpfen – bringt auch Jörger viel Erfahrung in das Team. Mollis ist vermutlich sein letztes Eidgenössisches Fest.
Josias Müller (Zillis)
Eines der beiden jungen Talente. Müller gewann in dieser Saison nur einen Kranz, zeigte aber solide und konstante Leistungen. Mit 19 Jahren feiert er sein Debüt am Eidgenössischen – eine grosse Chance für den jungen Mann aus dem Schamsertal.
Niklas Lötscher (Untervaz)
Die grosse Überraschung des Teams. Mit drei Kränzen in dieser Saison hat der 19-Jährige gezeigt, dass er bereit für die grosse Bühne ist. Es ist eine Überraschung, weil er sich im Juni verletzt hat und erst seit Kurzem wieder trainieren kann.