Was tun, wenn der Alltag einen überfordert? Politische Spannungen, Alltagsstress, Druck – alles wächst und das psychische Wohlbefinden leidet. Könnte man nicht einfach alle offenen Fragen und Sorgen delegieren? Das Leben als Mönch habe ich immer romantisiert. Alles ist geregelt, und der Lebensweg ist relativ klar.
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Bild 1 von 4. Etwas, das der Autor des Films und der Benediktinermönch verbindet, ist die Musik. Bildquelle: RTR.
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Bild 2 von 4. Das Kloster in Disentis Mustér. Bildquelle: RTR.
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Bild 3 von 4. Der Korridor, der die Räume des Klosters mit der Klosterkirche verbindet. Bildquelle: RTR.
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Bild 4 von 4. Marcus Petendi, unser Clic Redaktor. Bildquelle: RTR.
Auszeit im Kloster
Was das Leben im Kloster bedeutet, war mir bis jetzt nicht klar. Um dies herauszufinden, konnte ich im Benediktinerkloster in Disentis/Mustér während dreier Tage mit den Mönchen zusammenleben. Ich war überrascht, dass ich nicht der Jüngste im Haus war.
Die Tage im Kloster sind lang. Damit umzugehen fällt mir schwer.
Der jüngste der Brüder ist gerade mal 21 Jahre alt, der älteste Mönch ist 91. In der Klausur, dem Innenbereich des Klosters, haben Frauen keinen Zutritt.
Ora et labora
Fünfmal am Tag treffen sich die Klosterbrüder zum gemeinsamen Gebet. Den Rest des Tages übernehmen die meisten Arbeiten im Kloster, als Lehrer in der angegliederten Mittelschule oder leisten Seelsorge ausserhalb des Klosters.
Ein tiefer Einblick in den klösterlichen Alltag, seine Regeln und ob das Leben als Mönch für mich wirklich in Frage kommt – dies ist der Inhalt meines «Clic».
Aus unserem Archiv: Vor 10 Jahren hat unser Redaktor Dominik Hardegger für sich einen sicheren Rückzugsort gesucht. Ob sein Aufenthalt im Benediktinerkloster in Disentis/Mustér der richtige Ort für ihn war, ist eine andere Frage. Hier geht es zur Reportage.