Siglir tar il cuntegn

Architektur Graubünden Besucht mit uns ausgefallene Häuser

In Graubünden gibt es viele architektonische Perlen. Die Architekturexpertin Anita Simeon Lutz und der Moderator Livio Chistell öffnen die Türen aussergewöhnlicher Häuser. Das Duo begibt sich auf eine Reise durch Graubünden, wo traditionelle Baukunst auf mutige Formen und frische Ideen trifft.

In drei Folgen der Serie «Portas avertas» besuchen sie sechs Häuser: eine massive Renovation in Klosters, ein gläsernes Chalet in Alvaneu, ein umstrittenes Low-Tech-Haus in Igis, ein durchgestyltes Refugium in Vignogn, ein missverstandenes Betonmonument in Ardez und ein steinernes Juwel in Maloja.

Klosters und Alvaneu

Ein altes Haus in Klosters im Prättigau wurde aufwendig renoviert und in ein dunkles Haus transformiert, welches in der Gemeinde sofort ins Auge fällt. Innen überzeugt das Gebäude mit einem einzigartigen Fussboden aus einhemischen Steinen und einer besonderen Atmosphäre. In Alvaneu öffnen wir die Türen eines Glas-Chalets, das reduziert eingerichtet ist und sich mit der Waldumgebung verbindet.

Igis und Vignogn

Ein Low-Tech-Haus in Igis sorgt für Diskussionen. Beton ist das zentrale Baumaterial, aber auch Glas hat seine Funktion, und das nicht nur auf ästhetischer Ebene. Eine Nachbarin nennt das Haus auch «die Kapelle».

Ebenfalls aus Beton gebaut ist das stilvolle Refugium in Vignogn. Auf den ersten Blick passen die beiden Häuser nicht wirklich ins Ortsbild vom Lugnezer Dorf Vignon, sie erregen jedoch Aufmerksamkeit.

Ardez und Maloja

Auch im Engadin gibt es einige architektonische Juwelen. So beispielsweise das missverstandene Monument aus Beton in Ardez, das den Engadiner Baustil neu interpretiert. Ins Auge fällt das Haus durch seinen besonderen Hof und den Bogen.

Im Oberengadin bekommen wir Einblick in ein steinernes Juwel in Maloja, ein Dreifamilienhaus, das in einem Quartier mit herrlichem Ausblick steht.

Anita Simeon Lutz und Livio Chistell sind durch Graubünden gefahren und haben verschiedene Baustile unter die Lupe genommen, sprachen mit Hausbesitzern und ihren Visionen und philosophierten über Materialien, Farben und versuchten die Atmosphäre in den aussergewöhnlichen Häusern zu fassen.

Frau und Mann auf Treppe
Legenda: Zwei Architektur-Liebhaber haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht. RTR
Die Bündner Architektur muss sich nicht verstecken. Es gibt hier gute Architektinnen und Handwerker. Und man muss auch sagen, dass es nicht so einfach ist in Graubünden zu bauen, da man stets den Kontrast der Berge hat.
Autur: Anita Simeon Lutz Architekturexpertin

Anita Simeon Lutz

Avrir la box Serrar la box
Frau
Legenda: RTR

Anita Simeon Lutz (53) ist in Lantsch/Lenz aufgewachsen und lebt heute in Neerach im Kanton Zürich. Die Rätoromanin ist Architektin ETH und ehemalige Chefredaktorin des Magazins für Architektur, Design und Wohnkultur «Das ideale Heim».

Kurz und bündig: Fünf Fragen an die Expertin

Holz oder Beton?

Holz – ich stamme aus einer Tischlerfamilie, dadurch bin ich beeinflusst.

Renovieren oder neu bauen?

Renovieren, weil es zum einen nachhaltiger ist und zum anderen bringt es die Seele des Gebäudes bereits mit.

Das Budget überschreiten oder sparen?

Das Budget leicht überschreiten. Während des Bauens kommen nämlich immer neue Ideen und man merkt, was man besser machen könnte. Deshalb braucht es mehr Budget.

Moderatorin und Expertin in einer Sendung sein oder Architektin sein und etwas bauen?

Das ist eine schwierige Frage. Eigentlich lieber selber bauen, aber Moderatorin zu sein, ist auch attraktiv. Dann kann ich mir nämlich coole Objekte anschauen und meine Meinung sagen, ohne dass es Konsequenzen hat.

Und zum Schluss: Welches der sechs Häuser hat am besten gefallen?

Das in Ardez, es ist konsequent und eindeutig ein architektonisches Manifest. Ich war auch erstaunt über die Atmosphäre des Hauses.

Welche Architekturperle soll RTR als nächstes besuchen?

Artitgels legids il pli savens