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28'000 Fotografien Experimentieren und schützen – und das seit 100 Jahren

Die WSL und das SLF haben rund 28'000 historische Fotos aus den Archiven digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die seit 1902 dokumentierten Aufnahmen wurden aufwendig restauriert und archiviert. Sie stehen nun auf der Bildplattform E-Pics der ETH Zürich frei zur Verfügung.

Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) erschliesst gemeinsam mit dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) einen wichtigen Teil ihres visuellen Erbes. Ab sofort sind ca. 28'000 historische Fotografien aus über einem Jahrhundert auf der Bildplattform E-Pics der ETH Zürich frei zugänglich.

Erste Experimente

Die digitalisierten Glasplatten, Filmnegative und Dias zeigen eindrückliche Motive der Schweizer Wald-, Schnee- und Lawinenforschung – von den Aufräumarbeiten nach Lawinen, über die ersten Experimente in den Bergen bis hin zur Rodung für den Bau des Flughafens Kloten. Viele Bilder stammen aus den Sammlungen des Bundesforstinspektors Frank Fankhauser und des Lawinenforschungs-Pioniers Ernst Eugster.

Rodung in Kloten

Projektleiter Thomas Reich betont den kulturhistorischen Wert der Sammlung: Sie dokumentieren nicht nur die wissenschaftlichen Entwicklungen seit 1902, sondern auch den damaligen Arbeitsalltag. Bevor sie digitalisiert werden konnten, mussten die Originale aus schwierigen Bedingungen gerettet werden. Tausende von Stunden Handarbeit wurden in die Reinigung, Klassifizierung, Digitalisierung und Erfassung aller verfügbaren Metadaten investiert.

Die Institute WSL e SLF

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Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Dienstleistungszentrum mit Sitz in Davos Dorf. Es gehört zur Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die Themen Schnee, Atmosphäre, Naturgefahren, Permafrost und Bergökosysteme und entwickeln innovative Produkte.

Ziel ist es, Forschung auf hohem Niveau zu betreiben und gleichzeitig zur Lösung drängender gesellschaftlicher Fragen beizutragen, z.B. im Bereich der Warnung vor Naturgefahren oder der Analyse von Klima- und Umweltveränderungen.

Nun wird das wertvolle Inventar in spezialisierten Archivboxen unter kontrollierten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen gelagert. Gleichzeitig ist es der Öffentlichkeit zugänglich: Die Fotografien können auf E-pics gratis heruntergeladen werden, die meisten sogar unter einer Creative-Commons-Lizenz – das heisst, sie dürfen für nicht-kommerzielle Arbeiten verwendet werden.

Das ganze Archiv

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Alle digitalisierten Fotos finden Sie im Archiv der ETH Zürich.

Tipp: Man kann die Fotos filtern, um zu sehen, was in der eigenen Gemeinde passiert ist.

Mit der Publikation dieser Schätze veranschaulichen der WSL und das SLF einen zentralen Teil der Schweizer Umweltforschung für Historikerinnen, Medienvertreter und interessierte Laien.

Leben und forschen in den Bündner Bergen

Unter den 28'000 neu publizierten historischen Fotografien der WSL und des SLF befinden sich zahlreiche Aufnahmen von grosser Bedeutung für Graubünden. Sie dokumentieren Lawinenereignisse in verschiedenen Regionen des Kantons: von Davos, der Surselva über das Prättigau bis ins Engadin.

Lawinenschäden

Die Bilder zeigen zerstörte Häuser, verschüttete Strassen und Bahnen, frühere Rettungsaktionen und die harte Winterrealität der vergangenen Jahrzehnte. Viele stammen aus der Pionierzeit der Lawinenforschung in Davos, wo das heutige SLF seine Wurzeln hat. Forscher wie Ernst Eugster dokumentierten in dieser Zeit beeindruckende Lawinen, Messungen und Experimente im Hochgebirge.

Die Fotografien geben nicht nur wissenschaftliche Einblicke, sondern erzählen vom Leben in einer Bergregion, in der die Lawinengefahr immer präsent war. Sie zeigen den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaften und die Entwicklung der Schutzmassnahmen, die Graubünden geprägt haben.

Schutzmassnahmen

Gleichzeitig umfasst das Archiv weit mehr als nur Fotos von Lawinen und Schnee. Viele Aufnahmen zeigen den Alltag in den Bündner Alpen, erste Vermessungsstationen, Waldpflege, Landschaften oder die Entwicklung der Forst- und Bergforschung. Sie fangen die Veränderungen der Arbeit in den Bergen und das Leben in den Tälern im Laufe eines Jahrhunderts ein.

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